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Facebook: Profil oder Seite – oder beides? (Blogparade für Einzelkämpfer)

Andrea Rochlitz & Nadja Bungard

Annette Schwindt fragt in ihrer neuen Blogparade, wie Einzelkämpfer es in sozialen Netzwerken handhaben: Pflegen sie ein privates Profil und eine Seite? Und wie unterscheidet sich beides voneinander?

Ich finde diese Frage sehr spannend, weil ich sie mir selbst ständig stelle. Für die startbox Unternehmensberatung ist es recht klar. Das Unternehmen führe ich mit meiner Geschäftspartnerin Andrea Rochlitz. Deshalb haben wir eine Unternehmensseite bei Facebook und bei Google+. Jede von uns hat jedoch noch eine eigene Firma als Einzelunternehmerin. Andrea arbeitet als Grafik- und Webdesignern für YAND media und ich als PR-Beraterin für mondpropaganda.

Wenn ich mir mein Profil und meine mondpropaganda-Seite bei Facebook ansehe, unterscheiden die sich gar nicht so sehr voneinander. Ich halte es wie Andreas Weck von den Netzpiloten: Fotos von Familie und Urlaub haben hier nichts verloren, was mich interessiert und was meine Persönlichkeit ausmacht, schon. Von Anfang an hatte ich mir überlegt, dass ich die sozialen Netzwerke vor allem beruflich nutzen will. Das bedeutet nicht, dass ich nicht mir Freunden vernetzt bin. Facebook ist besonders gut geeignet mit Freunden in Kontakt zu bleiben, die sehr weit weg wohnen und die ich nur selten sehe. Die Sichtbarkeit ihrer Beiträge habe ich schon lange eingeschränkt, weil einige sehr private Fotos und Informationen geteilt haben.

Die wichtigsten Unterschiede, die ich sehe:

  1. Im Profil habe ich ein Foto von mir als Profilbild, bei der Seite nicht. Dadurch ist die Wirkung schon anders und persönlicher.
  2. Die Seite ist vor allem Fachthemen rund um die PR vorbehalten. Andere Interessensgebiete, wie zum Beispiel Geschichte oder witzige Fotos bleiben dem Profil vorbehalten.
  3. Über das Profil kommuniziere ich mit Freunden. Es gibt Überschneidungen zwischen Freunden und Fans, das nimmt gefühlt jedoch ab.

Andrea sieht die Nutzung vor allem von Facebook heute kritischer. Eine zeitlang war es ein Hype, dort ein Profil und eine Seite anzulegen. Sie nutzt das Netzwerk immer weniger und würde sich im Moment dagegen entscheiden. Der Grund liegt in den ständigen Veränderungen. Man hat keine Kontrolle über die Nutzung wie bei der eigenen Webseite.

Die multiple Persönlichkeit

Die größte Herausforderung sehe ich darin, alles mit guten Inhalten zu befüllen. Ansonsten macht ja Social Media wenig Sinn. Das wird schwieriger mit mehr Seiten auf Facebook und bei anderen Netzwerken. Bei Google+ habe ich beispielsweise gar keine Unternehmensseite mehr angelegt. Bei Facebook bin ich als „multiple Persönlichkeit“ unterwegs und finde das ganz schön anstrengend. Neben den genannten Seiten pflege ich noch eine von unserem Netzwerk, der medien-sprechstunde. Das wird irgendwann sehr viel. Anfänglich haben wir Profile auf verschiedenen Netzwerken angelegt, um die Kanäle auszuprobieren und die Wirkung zu testen. Inzwischen schaffe ich es nicht immer regelmäßig zu posten, was die Sichtbarkeit natürlich nicht verbessert und damit der Sinn der Seite infragegestellt wird.

Die positive Wirkung

Andererseits haben wir eine sehr positive Wirkung festgestellt. Durch die Möglichkeit, ein Blog zu schreiben sowie interessante und witzige Inhalte in sozialen Netzwerken zu teilen, werden wir als Persönlichkeiten plastischer wahrgenommen. Einzelunternehmer verkaufen ja vor allem über ihre Persönlichkeit. Die gute Chemie zwischen den Kunden und uns ist besonders wichtig. Durch unsere Präsenz auf sozialen Netzwerken finden uns jetzt immer öfter Kunden, die gut zu uns passen. Und etwas Besseres kann man sich doch gar nicht wünschen.

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

4 Kommentare

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